ISG Syndrom

Was ist ISG Syndrom und was hilft mir?

ISG SYNDROM

Bei einem Großteil aller Patienten mit Rückenbeschwerden ist die Ursache nicht in der Wirbelsäule sondern im sogenannten Iliosakralgelenk (ISG) zu finden. Bei Patienten, die bereits eine Operation an der Wirbelsäule hatten, ist der Anteil oft noch höher.

 

Das ISG ist Verbindet die Wirbelsäule über das Kreizbein mit dem Becken. Dieses Gelenk ist wenig beweglich (Synostose). Wenn aber durch einen Unfall oder Sturz, durch chronische Überlastung oder Fehlhaltung der Bandapparat gelockert oder das Gelenk abnutzt, führt die Überbeweglichkeit zu hartnäckigen Schmerz-Beschwerden.

 

Die Schmerzen werden von vielen Wirbelsäulenärzten irrtümlich für ein Wirbelsäulenproblem gehalten und auch als solches monate- bis jahrelang falsch therapiert. Die erhoffte Besserung bleibt dadurch aus.

 

Oft ergeben sich im ausführlichen Patientengespräch bereits deutliche Anhaltspunkte für das Vorliegen eines ISG-Syndroms. Eine Reihe von Tests während der Untersuchung hilft herauszufinden, ob das ISG die Ursache der Beschwerden ist. MRT, CT und Röntgen können 

ebenfalls hilfreich sein.

 

Eine der zuverlässigsten Methoden ist es, unter Röntgenkontrolle ein Betäubungsmittel in das betroffene Gelenk zu spritzen und so vorübergehend eine sehr deutliche Besserung zu erreichen.

Weiterführende Behandlungen sind:

• akute Neuraltherapie des Nerven/Muskel durch eine Spritze (in unserer Praxis ohne Kortison)

• Infiltratiosbehandlung des ISG unter Röntgenkontrolle/Bildwandler

• Infiltration durch Eigenbluttherapie als Regeneration der Gelenkstruktur

• Denervierung unter Röntgenkontrolle mit Verödung der schmerzleitenden Nerven des ISG (S1-S4 Nervenaustritte)

• Lösen einer Gelenkblockade chirotherapeutisch / Manualtherapie in Weichtechnik

• EMS- und Wärmetherapie durch Muskelstimulation/Muskelkräftigung 

• Akupunktur als Schmerztherapie, Triggerpunkt Akupunktur, Druckentlastung im Facettengelenk durch muskellösende Wirkung

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